Außenhandel als Bestandteil nachhaltiger Handelspolitik
Unter dem Begriff Außenhandel versteht man den internationalen Austausch von Kapital, Waren und Dienstleistungen hinweg über die Grenzen einzelner Territorien. Unterteilt wird er in Export sowie Import und trägt somit einen großen Teil zum Bruttoinlandsprodukt bei. Während bei Überschussländern (Exportländer) mehr Güter an das Ausland exportiert als importiert werden und es somit zu einem Wirtschaftswachstum kommt, müssen Defizitländer (Importländer) den Mangel an Waren durch den Import decken. Der Import führt zwar kurzfristig zu Wohlstand, allerdings besteht hier auf lange Sicht die Gefahr der Verschuldung. Allgemein gilt aber für beide Handelsparteien, dass sie vom Handelspartner abhängig sind.
Internationaler Außenhandel mit Vor- und Nachteilen
Die Industrialisierung, moderne Transportmittel, Globalisierung, multinationale Konzerne und Outsourcing (Übergabe von Teilgebieten an Drittunternehmen) führen einen großen Teil zum Außenhandel bei. Ein Vorteil des internationalen Handels ist der Konkurrenzkampf, der Unternehmen zur dauerhaften Optimierung ihrer Güter oder Dienstleistungen zwingt. Dadurch ergeben sich nicht nur bessere Qualitäten, niedrigere Preise und eine schnellere Produktion, sondern auch neue Innovationen. Ein Nachteil ist allerdings, dass die eigene Wirtschaft eines Landes durch die Konkurrenz des Auslandes geschwächt werden kann. Ein Beispiel ist die billige Arbeitskraft in Dritte-Welt-Ländern, die einfache Herstellungsprozesse wesentlich günstiger durchführen können als Industrieländer. Dieser Nachteil lässt sich allerdings vermindern, indem der Freihandel beschränkt wird. So war es in der Vergangenheit üblich, dass Grenzkontrollen, Binnenzölle und unterschiedliche Währungen den Außenhandel beeinträchtigt haben. Erst durch den Maastrichter Vertrag, der innerhalb der Europäischen Union 1992 vereinbart wurde, wurde der Gedanke einer gemeinsamen Währung und des Freihandels geschaffen.
Ferner ist das außenwirtschaftliche Gleichgewicht nach § 1 des Stabilitäts- und Wachstumsgesetzes ein Ziel des magischen Vierecks, da sich der Wohlstand durch den internationalen Handel steigen lässt. Allerdings lässt sich der Wohlstand durch den Außenhandel nur dann steigern, wenn sich jedes Land auf die Produktion der Güter konzentriert, die es am kostengünstigsten herstellen kann und dadurch einen absoluten Kostenvorteil hat.
Rohstoffe im Außenhandel kleiner und großer Exportländer
Deutschland ist ein Exportland, was es vor allem seiner Veredlungsstrategie verdankt. Dabei kaufen deutsche Unternehmen Rohstoffe aus dem Ausland ein (z.B. Edelmetalle) und wandeln diese in wertvolle Güter um (z.B. Computerchips), die sie dann wieder an das Ausland verkaufen.