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Wodurch wird ein Entwicklungsland auf sein Niveau gehoben?

Entwicklungsland, das • Ent | wick | lungs | land • lat. n. a.

Allgemein betrachtet ist ein Entwicklungsland ein im Vergleich zu den reichen Industrienationen armes, unterentwickeltes Land. Dies bezieht sich vor allem auf wirtschaftliche, politische und soziale Aspekte. Dennoch ist die Bezeichnung auf den ersten Blick eher irreführend, beschreibt sie doch etwas, was in dem betreffenden Land nämlich gar nicht passiert: Eine Entwicklung. Als Synonyme wurden daher auch die Bezeichnungen "Dritte" oder "Vierte Welt" verwendet. Auch der Begriff der "Dritten Welt" hat im eigentlichen Sinne nichts mit einem Entwicklungsland zu tun. Er stammt aus der Ära des kalten Krieges und kennzeichnete die sogenannten "blockfreien Staaten", welche sich den Prinzipien des damals herrschenden Kommunismus nicht verbunden fühlten. Auch die Definition von "arm" und "reich" ist nicht eindeutig. Meist wird Reichtum mit dem Besitz der einzelnen Bürger eines Landes erklärt. Doch in jeder "reichen" Industrienation gibt es Arme, und in den Entwicklungsländern so manchen Reichen.

Ein Entwicklungsland wird durch fixe Indizien definiert

Vorherrschend sind sicherlich die ökonomischen und ökologischen Merkmale anzuführen. Jedoch stehen sie in Verbindung mit anderen Gegebenheiten, welche sich in ihrer Problematik ergänzen, und den eindeutigen Beweis erbringen, dass es sich hier um ein Entwicklungsland handelt. Wenn zum Beispiel aufgrund schlechter Bodenverhältnisse (ökologisches Merkmal) nur eine geringe Ernte erzielt wird, schmälert dies das Pro-Kopf-Einkommen, welches dann wiederum ein ökonomisches, (wirtschaftliches) Manko bedeutet. Genauso gehen demographische mit volksgesundheitlichen Aspekten, Hand in Hand. Ungesunde Ernährung oder Mangel an sauberem Trinkwasser(volksgesundheitliches Merkmal) führt zu einer geringeren Lebenserwartung der Bevölkerung (demographisches Merkmal) Diese Situation führt direkt zu dem soziokulturellen Problem: Wo viele Kinder geboren werden, aber die Lebenserwartung der Bevölkerung allgemein niedrig ist, wird dies zwangsläufig die Kinderarbeit fördern, was auch wieder zur Folge hat, dass Schulbildung und dadurch die Möglichkeit eines späteren, höheren Verdienstes auf der Strecke bleiben. Dies greift wieder auf die ökonomischen Probleme über, welche am Anfang dieser Betrachtungen standen - der Kreislauf ist somit geschlossen.

Sind die Problematiken eines Entwicklungslandes hausgemacht?

Die Probleme lassen sich in zwei Hauptgruppen unterteilen: Sie bestehen zum Einen aus den endogenen Aspekten (jene Probleme, welche das Land selbst verursacht hat),zum Anderen aus den exogenen Merkmalen, welche durch äußere Umstände begünstigt werden.

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Umweltkatastrophen, oder die schlechte ökologische Lage eines Landes sind exogene Faktoren, welche unvorhersehbar und oft auch unabdingbar sind. Endogene Probleme sind selbst verursacht, wie zum Beispiel das Diskriminieren der Frauen, hohe Rüstungsausgaben für kriegerische Konflikte. All dies ergibt in der Summe die Definition eines Entwicklungslandes.

Copyright © 2011 - Industrie und Handel. Alle Rechte vorbehalten. | Letzte Aktualisierung: 05.10.2011