Global Player - Wie Unternehmen Einfluss üben
Global Player sind große Unternehmen, die durch die Produktion und Vermarktung ihrer Produkte auf der ganzen Welt eine internationale ökonomische Vormachtstellung erreicht haben. Durch diese Vormachtstellung eröffnen sich für diese Unternehmen Möglichkeiten, auf internationale wirtschaftliche Ereignisse Einfluss zu nehmen oder diese sogar aktiv zu steuern. Um ihre Position auf dem internationalen Markt zu sichern und noch weiter auszubauen, versuchen Global Player auch außerhalb des Landes, in dem sich ursprünglich der Firmensitz befand, ihre Position zu festigen, in dem sie expandieren oder ihre Produktion in Länder verlegen, in denen sie billiger produzieren können. Inzwischen werden auch einige Länder, die wirtschaftlich in den letzen Jahren enorm gewachsen sind und den internationalen Import und Export maßgeblich beeinflussen als Global Player bezeichnet. Zu diesen Staaten gehören China und Indien. Der Begriff Global Player ist eng mit dem der Globalisierung verknüpft, denn letztere führte zu der internationalen Vernetzung von Handel und Logistik, die heute selbstverständlich ist und zu den damit verbundenen Vor- und Nachteilen.
Global Player und ihre Vormachtstellung in der Wirtschaft
Jedes Unternehmen versucht, sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen und eine Gewinnsteigerung zu erreichen. Dieses Streben ist zunächst einmal legitim, wenn innerhalb einer freien Marktwirtschaft agiert wird. Das Problem ist jedoch, dass die Gewinne vieler als Global Player agierenden Firmen die Finanzkraft einzelner Staaten bereits weit übersteigt. Regierungen in Ländern, die finanziell eher schwach gestellt sind, geraten schnell in eine wirtschaftliche Abhängigkeit. Eine Ausbeutung der Arbeitnehmer oder aber Verstöße gegen Umweltauflagen bleiben deshalb häufig ohne Folgen, da Unternehmen dieser Größe häufig alleine dafür sorgen, dass überhaupt Arbeitsplätze in strukturschwachen Gebieten vorhanden sind.
Am Beispiel Chinas wird schnell deutlich, wie moralisch problematisch ein rücksichtsloses Wirtschaften sein kann. Den wichtigsten ökonomischen Zielen dieses Staates, in diesem Fall wirtschaftlicher Fortschritt, Produktionssteigerung und ein hohes Handelsvolumen, wird alles andere untergeordnet. Darunter leiden die Menschen und die Natur, auf die unter diesen Umständen keine Rücksicht genommen wird.
Sind die Global Player noch zu stoppen? Ein Ausblick:
Die wichtigste Aufgabe für Politiker und weltweit agierende Unternehmen wird es sein, eine Balance zu erreichen zwischen ökonomischer Maximalleistung und der Orientierung an verbindlichen Normen und Werten. Es müssen international gültige Gesetze entstehen, die Menschen, Tiere und Pflanzen vor Ausbeutung im Namen des Gewinns schützen. Die Macht einzelner Global Player sollte nicht dazu missbraucht werden, politische und soziale Strukturen einzelner Länder zu beeinflussen.