Gewinnbringender Handel innerhalb der Volkswirtschaft
siehe Industrie und Handel
Unter dem Begriff Handel versteht man die wirtschaftlichen Austausch von Konsumgütern unter selbstständig handelnden Teilnehmern der Volkswirtschaft. Dabei kann das Gut innerhalb der Produktion bis hin zur endgültigen Verwendung ausgetauscht werden.
Ressourcen- und Güterknappheit im Handel von heute
Zum Handel zählt unter anderem auch der Ankauf, die Beförderung, sowie der Zusammenschluss mehrerer Güter bzw. Waren zu einem Sortiment. Auch der Verkauf an den Einzelhandel oder den Großhandel ist allgemein als Handel zu bezeichnen. Das Gut darf in diesem Fall jedoch nicht abgeändert oder weiterverarbeitet worden sein.
Als Handeltreibende werden Betriebe bezeichnet, die zur Gewinnmaximierung Handel auf Basis von Dienstleistungen betreiben. Anders, als bei Produktionsbetrieben, werden hier keine neuen Waren hergestellt oder vertrieben. Im Unterschied zu reinen Dienstleistungsbetrieben existiert bei Handeltreibenden die Lagerhaltung, mithilfe derer das Warengeschäft bedient wird. Güter, mit denen gehandelt wird, sind meist knapp. Diese Tatsache ist darin begründet, dass natürliche Rohstoffe nur lokal vorzufinden sind. Darüber hinaus liegen die Produktion und der Verkauf der Wirtschaftsgüter zeitmäßig oder aufgrund differierender Mengen meist weit auseinander. Auch die Tatsache, dass die Produktion einiger Waren in der Regel mehrere Einzelstationen mit arbeitsteiliger Produktionskraft erfordert, trägt zur Güterknappheit bei. Man unterscheidet zwischen dem regional geprägten Binnenhandel und dem Außenhandel.
Welche Entwicklung nahm der Handel im Laufe der Geschichte?
Nachdem sich unter den alten Hochkulturen der Warenverkehr verdichtete, kam es im Mittelalter zu den ersten Handelsformen. Auf Grund des Handels bildeten sich neue Stände und Städte, in denen Handel betrieben wurde. Diese wuchsen stetig. Am Ende des Mittelalters und zu Beginn der Neuzeit intensivierte sich der Überseehandel. Venedig und Genua sowie Städte in den Niederlanden und innerhalb des Hansebundes waren über weite Teile vom Handel geprägt. Es bildeten sich sogenannte Gilden. Ein solcher Verbund, bestehend aus Kaufleuten, war die Hanse. Der bekannteste Kaufmann dieser Zeit hieß Christoph Kolumbus. Aufbauend auf das Ziel vieler Weltreiche, Seewege zu ermitteln, beanspruchte er für sich, Indien gefunden zu haben. Dass er Amerika fand, war Kolumbus zu Lebzeiten nie bekannt. Der städtische Einzelhandel, mit dem Kaufmannsdynastien, wie die Fugger, die es zu Ruhm und Reichtum brachten, ging Anfang des 19. Jahrhunderts in den Groß- und Einzelhandel über.
In der heutigen Zeit gewinnt der Welthandel zunehmend an Bedeutung. Mit dem Ziel, Zollschranken zu entschärfen, schafft die Welthandelsorganisation (WTO) die Grundbasis für die Gewährleistung des freien Warenverkehrs.