Das aufpolierte Image der Pharmaindustrie
Pharma • Phar | ma • verkürzt aus: Pharmakon (Arzneimittel)
Die Pharmaindustrie entwickelte sich erst im 19. Jahrhundert, jedoch besteht der Wunsch der Heilung schon sehr lange bei Menschen. Pharmaindustrien stellen Arzneimittel in großen Mengen synthetisch her und vermarkten diese, einige Pharmakonzerne betreiben auch eine eigene Forschung und Entwicklung neuer Wirkstoffe. Es gibt 36 Pharmaunternehmen allein nur in Deutschland, welche versuchen das menschliche Leben zu verlängern und zu verbessern.
Die wichtigsten wirtschaftlichen Aspekt der Pharmaindustrie
Die Pharmaindustrie an sich ist ein bedeutender Zweig in der weltweiten Wirtschaftsindustrie. In Deutschland gilt die freie Preisgestaltung, was bedeutet das die Unternehmen eigenständig entscheiden wie viel ein Medikament kosten soll, was auch einer der Gründe ist warum sich in Deutschland in den letzten 15 Jahren die Preise der Arzneimittel fast verdoppelt haben. Der Umsatz der Pharmaindustrie lag im Jahr 2009 in Deutschland bei mehr als 41 Milliarden Euro. In einem weltweiten Vergleich sind die führenden, innovativen Arzneimittel in Deutschland 50 % biss 100% teurer als im europäischen Ausland. Die meisten, Global agierenden, Pharmaunternehmen profitieren bei einem Umsatzprofit von ungefähr 20%. In anderen Branchen währe auch nur die Hälfte solcher Renditen ein ernst zu nehmender Erfolg.
Es bestehen noch viele Krankheiten an denen tausende von Menschen sterben, weil die Krankheiten aus wirtschaftlichen Gründen nicht im Fokus der großen Pharmaindustrien stehen. Die meisten, auf den Markt kommenden, Arzneimittel sind nicht wirklich neu, sie unterscheiden sich meist äußerst geringfügig von etablierten Medikamenten. Das umsatzstärkste Medikament wird von Firmen immer wieder "neu" entwickelt, also das gleiche Medikament in anderen Variationen. Die Firmen drücken dann mit kostspieligen Marketingkampagnen ihre Version auf den Markt. Dadurch besteht ein auserseht interessantes Phänomen, das es so in keiner anderen Branche gibt, anstatt das der Preis des Medikaments fällt, steigt der Konsum.
In welcher Beziehung steht die Pharmaindustrie zur heutigen Gesellschaft?
Die Bedeutung der Pharmaindustrie und ihrer Produkte für die Gesellschaft kommt zum Ausdruck durch eine ganz einfache Tatsache, die Lebenserwartung des Menschen vor 100 Jahren betrug im Durchschnitt 40 Jahre, während sie heutzutage 70 Jahre beträgt, somit können Menschen länger in ihren Berufen tätig bleiben und die Arbeitsausfälle wurden zu einem Minimum verringert. Die Pharmaindustrie verfügt über ein breites Arsenal an Metoden und Strategien mit denen sie gezielt die Gesundheitsforschung in Deutschland beeinflusst.